Die Verwendung eines Fräser erleichtert die Arbeit der Nageldesignerin ungemein. Es ist nicht nur zeitsparender, sondern auch gelenkschonender und in vielen Fällen gründlicher, besonders auch bei der Naturnagelvorbereitung.

Es kommt natürlich immer darauf an, was man und wieviel man damit macht.


Was man aber generell sagen kann, die Geräte, die zur Maniküre/Pediküre angeboten werden und zwischen 20 und 60 € liegen, sind für unsere Zwecke nicht geeignet, nämlich zum Abtragen einer Modellage.

Sie lassen sich oft nur mit den Fräserbits betreiben, die im Set dabei sind. Man kann sich also keine anderen Bits dazukaufen, weil sie nicht in die Zwinge passen.

Manikür/Pedikür Set 

Die Bits, die dabei sind, sind nur für Nagelhaut und Hornhaut gedacht, also rein für Maniküre und Pediküre, für eine Modellage mit Gel oder Acryl sind sie daher völlig ungeeignet.

Bei der Bezeichnung „elektrische Feile“ handelt es sich oft um Geräte für Maniküre/Pediküre) auch hier unbedingt die Leistung genauer in der Beschreibung nachlesen.




Fräserbits

Einen ausführlichen Beitrag zu den Fräserbits und ihre Verwendung findet ihr hier unter “Wissenswertes – Material”




Worauf ihr beim Fräserkauf achten solltet

  • Umdrehungszahl von mind. 30.000 Umdrehungen
  • 30 Watt, mind.
  • ein Handstück, das den Bit durch Drehen arretiert (Spannzangensystem)
  • stufenlos regulierbare Geschwindigkeit
  • Rechts/Linkslauf (nicht nur für Linkshänder wichtig)
  • ausgewogen,
  • leise
  • vibrationsfreies Handstück
  • Service, evtl. mit Leihgerät
  • evtl. ob es ein Ersatzhandstück gibt
  • Handstück aus Edelstahl (ca. 160 g)

Fräser Handstück


Wenn die Umdrehungszahl niedriger ist, kann sich der Bit festfressen, er gräbt sich in einer Stelle fest und kann sogenannt Feuerringe hinterlassen, dort ist dann oft an einer Stelle zu viel weggefräst worden, der Naturnagel hat dann einen roten Kreis und kann sehr empfindlich sein und schmerzen.



Bei einer höheren Umdrehungszahl, gleitet der Fräser über die Modellage und kann sanft und schonend abtragen. Er läuft ruhig und hinterlässt eine gleichmäßigere Oberfläche.

Generell sollte man darauf achten, den Fräser möglichst ohne Druck zu benutzen!

Wenn die Wattzahl zu niedrig ist (unter 30 W), dreht sich der Fräser zwar auch sehr schnell, aber das Handstück wird schnell heiß, weil der Motor im Handstück überhitzt. Außerdem kann der Fräser leicht stoppen, wenn beim Fräsen etwas mehr Druck auf den Nagel kommt.

Also ist nicht nur die Umdrehungszahl wichtig, sondern auch die PS (natürlich Watt) um die Leistung auf die Straße (Modellage) zu bringen.

Bei geeigneten Geräten kann man jederzeit die Bits austauschen und nachkaufen, sie haben einen runden Schaft von ca. 2,3 mm. Es ist sehr wichtig, dass man die Bits jederzeit nachkaufen kann, weil sie sich natürlich abnutzen und bei vollen Studiobetrieb kaum länger als 3 Monate volle Leistung bringen.
Das Handstück sollte aus Edelstahl sein, wenn das Gerät im Dauereinsatz ist, sie liegen schwerer in der Hand, aber sie überhitzen nicht, bzw. nicht so leicht. Ein mittleres, gutes Handstück liegt bei ca. 160 g, ist es schwerer, ermüden die Gelenke und Muskeln bei der Arbeit schneller. Insgesamt liegen die Handstücke im Bereich von 75g bis 250 g.

Das Handstück sollte auch möglichst vibrationsfrei laufen, weil es sich auf Dauer unangenehm, belastend und ermüdend auf die Hände der Nageldesignerin auswirkt.



Welches Gerät ist denn nun geeignet?

Für den absoluten Einsteiger, Heim- und Hobbybereich (Namens-/Markennennung und unbezahlte Werbung)

Fräser Promed 620 de luxe mit 20.000 U und 21 W, ca. 180,- €

Tritor Minor (oder Tritor One) mit 25.000 U, 15 W, ca. 100 – 170,- € (von Tritor gibt es verschiedene Modelle, unbedingt auf die Leistung achten!)

Tritor Master mit 25.000 U, 15 W, ca. 120 €
Diese Geräte sind meiner Meinung nach nicht für den Dauereinsatz im Studiobetrieb sinnvoll.

Einsteigermodelle für den Studiobetrieb

Tritor mit 30.000 U und 30 W, ca. 200,- €

Tritor Speed mit 35.000 U und 35 W, ca. 270,- €

Bei Promed sind viele Geräte für den Profibereich zu finden, es lohnt sich hier mal auf die Homepage zu schauen. Eine große Auswahl findet ihr auch im Pretty Nail Shop 24, die immer wieder Rabattaktionen und Angebote haben.
Ähnliche Gräte findet man in den verschiedensten Shops, auch dort wo es Studioeinrichtungen gibt in unterschiedlichsten Preisrichtungen bis 2000,- €. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt und wie eine liebe Kollegin sagte „besser geht immer“.

Hier gibt es viele Geräte auch in euren Lieblingsshops, manche mit digitaler Umdrehungsanzeige, Fußpedal, Tempomat, integrierter Absaugung, Motorkühlsystem, und sogar mit Wassertank für die Fußpflege. Es gibt auch sehr kleine mobile Fräsergeräte für die mobile Nageldesignerin zum Befestigen am Gürtel, deren Leistung sogar überraschend gut ist.

Was ein Fräser an Zusatzfeatures hat und was ihr davon braucht, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Hauptsache erstmal, dass die Leistung mit Umdrehungszahl und Watt stimmt.

Achtet beim Kauf auf jeden Fall auf die hier genannten Mindestanforderungen. Spart lieber noch einen Monat länger und kauft ein gutes Gerät, dann habt ihr sicher länger Freude damit.



Hier ein paar Links, wo ihr nach Fräsern schauen könnt:
(Keinerlei Zusammenarbeit mit den entsprechenden Firmen)

Prettynailshop 24

Promed

Canails  

Maiwell                  

Only 4 Nails               

Amazon 

Magnetic             




Text und Bilder
Claudia Gschaider